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Praktikanten gesucht

Allgemein haben wir  Praktikumsplätze ausgeschrieben für die Bereiche "Ausstellungen und Konzerte in der Friedenskirche" und "OeC-Netzwerk in der Friedenskirche".

2010 (Mai/Juni) planen wir eine große interreligiöse Gemäldeausstellung, wobei es um vielfältige thematische Angebotein der Friedenskirche und in Schulen gehen wird.

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Die Friedenskirche - die älteste Kirche der Stadt Frankfurt(O: gotisch, neogotisch überbaut: Davon zeugen die beiden, das Stadtbild prägenden Türme. Sie steht  gleich neben der Grenzbrücke.

 

   Die Friedenskirche ist geöffnet montags - freitags 10:00-16:00 Uhr. Für samstags, sonntags, feiertags können Führungen/Öffnungen angemeldet werden: 0335-556 3131 

2007 wurde mit Hilfe der Lehrlingsweiterbildung des Internationalen Bundes für Sozialarbeit (ib) das Südtor der Friedenskirche aufgearbeitet: D.h. die Beschläge wurden abgenommen, geputzt und gestrichen, die Löcher ausgebessert und das ganze Tor wurde neu gerichtet. Dabei machten sich junge Leute mit alten Techniken vertraut, u.a. auch mit dem historisch-gemäßen Farbanstrich, der aufgetragen werden mußte. Die erhöhten Sachausgaben, verursacht durch eine notwendig gewordene Schwammbekämpfungm, die wir anfangs nicht einzuschätzen vermochten, trug der Verein.

Es gibt so viel, was noch in der Friedenskirche getan werden muß. Wenn Sie uns darin mit einer Spende unterstützen wollen, werden wir uns sehr freuen. Unsere Bankverbindung: Kto.: 2133 27000, BLZ 120 700 24 (Deutsche Bank 24 Frankfurt(O)), Stichwort: Spende Friedenskirche.   

Kleines Baubuch

Endlich, genauer seit Januar 2007 haben die Baumaßnahmen sichtbar begonnen, welche im Rahmen der EU-Förderungen bewilligt wurden: Das zentrale Ziel ist: Die Umgestaltung der Empore und des Turm-Raumes, so daß die Friedenskirche ganzjährig genutzt werden kann. In der Friedenskirche wird ein ökumenisches Begegnungs- und Bildungszentrum entstehen. 

Juli 2007: Sichtbar sind die neuen Fenster im Chor der Kirche und in der Sakristei. Auch die Rosette in der Westfront ist fertig: ein wunderbarer Blick aus dem Inneren der Kirche ! Seit Generationen war er verstellt, da die Orgel auf der Empore ihren Platz hatte. 

Juli 2007: An den Räumen des künftigen  Begegnungs- und Bildungszentrums wird gearbeitet, zur Zeit im Südturm, wo die Toiletten und die kleine Küche in Boxen eingordnet werden. Durch die Verzögerungen der Bauausführung in das Jahr der erhöhten Mehrwertsteuer hat die Finanzplanung Schwierigkeiten mit der Wirklichkeit: Es fehlen ca. 7.000.-€ für die gesamte Beleuchtung und Elektrik der Räume. Wer kann uns hier helfen ? Unsere Bankverbindung: Kto.: 2133 27000, BLZ 120 700 24 (Deutsche Bank 24 Frankfurt(O)), Stichwort: Spende OeC-Beleuchtung. 

Mitte Sept 2007: Auf der Empore wird langsam sichtbar, wie alles aussehen soll: Das Stahlgerüst  für die großen Glasscheiben steht. Von Ferne gesehen fügt es sich filigran in den Raum ein und läßt den Blick auf die Rosette zu.

Februar 2008 : Eigentlich soll alles fertig sein, aber die großen Glasflächen sind noch nicht geschlossen, es soll große Lieferengpässe für Glas geben. Zur Zeit bemühen wir uns um die Inneneinrichtung.

Am 20. Juni 2008 (Freitag) wurde das Oekumenische EuropaCentrum feierlich eröffnet. 

Eine geschichtliche Skizze 

eine ausführlichere Darstellung erhalten Sie in der Friedenskirche. 

Frankfurt an der Oder 1226

Beginn der Erbauung oder ihre Vollendung einer ersten Kirche zu der Markt-Siedlung ("Nikolai-Siedlung") an der Oderfurt. Denn sie wird dem Hlg. Nikolaus geweiht.

Schriftliche Zeugnisse vor 1253 über diese Siedlung nicht vorhanden.Das Land Lebus ist in der Hand der schlesischen Piasten: Heinrich I. v. Schlesien (den Bärtigen, Henryk Brodaty, 1202-1238) und seine Frau Hedwig (Jadwiga) (gest. 1243)

100 Jahre zuvor war das Bistum Lebus (Otto v. Bamberg = glückloser Missionar) gegründet worden. Lebus = Oder-Furt = West-Ost-Handelsweg Magdeburg-Posen über die Burgen Brandenburg - Spandau - Köpenick-Waldsieversdorf/Buckow. Umgeben von zwanzig slawischen Wallanlagen=Siedlungen: u.a. Wiesenau, Lossow, Güldendorf (ehem. Tschetschnow), Kliestow, Lebus (spätestens seit 1211 Marktflecken), Reitwein, Wilmersdorf/Arensdorf, Waldsieversdorf/Buckow.

Frankfurt an der Oder 1253

Vordringen der askanischen Markgrafen. Verlegung des Handelsweges auf eine südicher gelegene Linie Müncheberg - Frankfurt - Posen.  Entlang dieser Linie: Gründung von neuen Siedlungen: 64 Hufe: u.a. Booßen, Pillgram, Biegen,.... 124 Hufe: Falkenhagen. Die Askanier übernehmen Furt-Siedlung und erheben sie zur Stadt Frankfurt, wobei zugleich 124 Hufe hinzukommen: die Oberstadt mit der späteren Marienkirche

Marienkirche - Nikolaikirche in ständiger Konkurrenz:

a) welche Kirche ist Pfarrkirche der Stadt ?

b) Um- und Ausbauarbeiten: Nikolai sucht Schritt zu halten zu Marie

c) Märkte: z.B. 1425 Salzmarkt auf beiden Markt-Orte

1302/1303: Nikolai wird erweitert durch ein Langhaus

1370/1373: Nikolai wird erweitert um den großen Hallenumgangschor [Kilian/Knefelkamp, 42] = sehr frühe Datierung [Marien: Fenster]

Marien wird zum wohlhabenderen und damit führenden Stadtteil

weitere Daten:

1311: freier Zugang zur Ostsee von den pommerschen Herzögen eingeräumt (Stettin)

1351 Privileg des Niederschlagsrechts von den Markgrafen v. Brandenburg eingeräumt bei gleichzeitiger Verweigerung dessen gegenüber allen anderen Oderübergängen.

Reformation in Brandenburg 1539

Kurfürst Joachim II läßt im November 1539 Kirchen und Klöster der Stadt für den kath. Gottesdienst schließen, Kleinodien und Sakramentsgegenstände werden beschlagnahmt.

Franziskaner Klosterkirche wird samt Klostergebäuden 1540 der Stadt übereignet.

Klostergebäude kommen doch bald zur Viadrina: Druckerei und Wohnheim für arme Studenten: Kirche = Prädikantenkirche an Wochentagen, sonntags Gottesdienst. > Nikolai = überflüssig.

Die Stadt erhält vom Kurfürsten die Bewilligung, die sog. Unterkirche als Kornhaus zu verwenden, um in Tagen der Not für das arme Volk Getreidevorräte bereit zu haben: 26. Mai 1551 der Kurfürst schenkt der Stadt die Kirche;

1557 Speicher, nachdem die Fenster zugemauert und kleine Fenster an ihre Stelle gesetzt wurden.

Zu dieser Zeit hat die Kirche zwei ungleiche Türme: "der große südliche schöne Turm ist eine Zierde der Stadt" 1582 zu Himmelfahrt : Kirche wird vom Unwetter angezündet.

15. Juni 1599: vom Blitz getroffen > Streit, ob man den entzündeten Turm einreißen solle oder nicht.

17. April 1601: Vollendung eines Turm-Neubaus > < 2. August 1643: Einsturz: Untergemäuer zu schwach : eine Frau konnte sich grade noch retten.

bis 1656: Verfall des schönen Kornhauses, gut für Kriegsgerät, zeitweise Lazarett für Pestkranke, auch Gefängnis.

Die Epoche der Reformierten

18. September 1613: Übertritt der Hohenzollern zur reformierten Konfession

> ref. Professoren an die Uni.

> ref. Gemeinde im Auditorium der Uni: seit 1622 Anträge auf Übernahme der Nikolaikirche.

Am 13. Juli 1656 reißt dem großen Kurfürsten der Geduldsfaden... Er zwingt die Stadt zur Übergabe der Kirche und stellt einen "Wachschutz" bestehend aus 5 Kohorten von Küstrin

Sommer 1657 Einweihung der Kirche und Umbenennung in "Reformierte Kirche" > der Name "Nikolai" wechselt auf die Klosterkirche

1685 Aufhebung des Ediktes v. Nantes: die Hugenotten kommen: in Ffo: eine 400 Personen-Kolonie

1686 erster frz. Gottesdienst > 1736 frz. Kirche angebaut > jetzt: Doppel-Kirche

um 1800 mußte der Gottesdienst in der frz. Kirche mehrfach ausfallen: es kam keiner.

1806: frz. Kirche wird Stroh- und Heumagazin für die frz. Truppen in der Stadt.

nach 1813: [französisch ist out] die Gemeinde gibt die frz. Kirche auf, sucht Käufer:

1817 Landwehr-Leutnant und Konditor Paul David Couriol kauft die Kirche und baut sie zu einem Ball- und Komödienhaus um. Am 6. Februar 1818 als "neues Schauspielhaus" eröffnet. Das Haus konnte bis zu 1000 Besucher fassen. Mäßiger Besuch der Frankfurter.

1842 Eröffnung des Stadttheaters > Niedergang des Schauspielhauses.

1860 erwirbt König Friedrich Wilhelm IV das Haus und schenkt es der Stadt zum Abbruch und Materialgewinnung. 1861 ist nichts mehr da.

Erneuter Umbau > 1891 - 1893 die neuen Türme

Nach 1945

31. Oktober 1959 Wiedereinweihung durch Gen-Sup. Jacob

1967 - 1973 nur noch selten genutzt.

1974 Abschluß-Gottesdienst für den Kirchentag

dann der Stadt per Vertrag zur Nutzung übergeben.

diente als städtisches Depot und Ablageplatz für Großinventar der Konzerthalle

 

Seit 1994 Bemühungen um eine neue Nutzung durch den Förderkreis "Oekumenisches EuropaCentrum" eV. bei gleichzeitiger Entrümpelung und Beräumung der Kirche durch Maßnahmen des ib (Internationaler Bund).

 

zusammengestellt: Hans-Michael Hanert
 
(C) 2010 Förderkreis Oekumenisches Europa Centrum e.V.