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Die
Friedenskirche - die älteste Kirche der Stadt Frankfurt(O: gotisch, neogotisch überbaut: Davon zeugen die
beiden, das Stadtbild prägenden Türme. Sie steht gleich neben der
Grenzbrücke.
Die Friedenskirche ist geöffnet montags - freitags 10:00-16:00 Uhr. Für samstags, sonntags, feiertags können Führungen/Öffnungen angemeldet werden: 0335-556 3131
2007 wurde mit Hilfe der Lehrlingsweiterbildung des
Internationalen Bundes für Sozialarbeit (ib) das Südtor der
Friedenskirche aufgearbeitet: D.h. die Beschläge wurden
abgenommen, geputzt und gestrichen, die Löcher ausgebessert und das
ganze Tor wurde neu gerichtet. Dabei machten sich junge Leute mit alten
Techniken vertraut, u.a. auch mit dem historisch-gemäßen
Farbanstrich, der aufgetragen werden mußte. Die erhöhten Sachausgaben, verursacht durch eine notwendig gewordene
Schwammbekämpfungm, die wir anfangs nicht einzuschätzen
vermochten, trug der Verein.
Es gibt so viel, was noch in der Friedenskirche getan werden muß. Wenn Sie uns darin mit einer Spende
unterstützen
wollen, werden wir uns sehr freuen. Unsere Bankverbindung: Kto.: 2133
27000, BLZ 120 700 24 (Deutsche Bank 24 Frankfurt(O)), Stichwort:
Spende Friedenskirche.
Kleines Baubuch
Endlich, genauer seit Januar 2007 haben die Baumaßnahmen sichtbar begonnen, welche
im Rahmen der EU-Förderungen bewilligt wurden: Das zentrale Ziel ist: Die Umgestaltung der
Empore und des Turm-Raumes, so daß die Friedenskirche ganzjährig
genutzt werden kann. In der Friedenskirche wird ein ökumenisches
Begegnungs- und Bildungszentrum entstehen.
Juli 2007: Sichtbar
sind die neuen Fenster im Chor der Kirche und in der Sakristei. Auch
die Rosette in der Westfront ist fertig: ein
wunderbarer Blick aus dem Inneren der Kirche ! Seit Generationen war er
verstellt, da die Orgel auf der Empore ihren Platz hatte.
Juli 2007: An den Räumen des
künftigen Begegnungs- und Bildungszentrums wird gearbeitet, zur
Zeit im Südturm, wo die Toiletten und die kleine Küche in Boxen
eingordnet werden. Durch
die Verzögerungen der Bauausführung in das Jahr der erhöhten
Mehrwertsteuer hat die Finanzplanung Schwierigkeiten mit der
Wirklichkeit: Es fehlen ca. 7.000.-€ für die gesamte Beleuchtung und
Elektrik der Räume. Wer kann uns hier helfen ? Unsere Bankverbindung:
Kto.: 2133
27000, BLZ 120 700 24 (Deutsche Bank 24 Frankfurt(O)), Stichwort:
Spende OeC-Beleuchtung.
Mitte
Sept 2007: Auf der Empore wird langsam sichtbar, wie alles aussehen
soll: Das Stahlgerüst für die großen Glasscheiben steht. Von
Ferne gesehen fügt es sich filigran in den Raum ein und läßt den Blick
auf die Rosette zu.
Februar
2008 : Eigentlich soll alles fertig sein, aber die großen Glasflächen
sind noch nicht geschlossen, es soll große Lieferengpässe für Glas
geben. Zur Zeit bemühen wir uns um die Inneneinrichtung.
Am 20. Juni 2008 (Freitag) wurde das Oekumenische EuropaCentrum feierlich eröffnet.
Eine geschichtliche Skizze
eine ausführlichere Darstellung erhalten Sie in der Friedenskirche.
Frankfurt an der Oder 1226
Beginn der Erbauung oder
ihre Vollendung einer ersten Kirche zu der Markt-Siedlung
("Nikolai-Siedlung") an der Oderfurt. Denn sie wird dem Hlg. Nikolaus
geweiht.
Schriftliche Zeugnisse vor 1253 über diese Siedlung
nicht vorhanden.Das Land Lebus ist in der Hand der schlesischen
Piasten: Heinrich I. v. Schlesien (den Bärtigen, Henryk Brodaty,
1202-1238) und seine Frau Hedwig (Jadwiga) (gest. 1243)
100 Jahre
zuvor war das Bistum Lebus (Otto v. Bamberg = glückloser Missionar)
gegründet worden. Lebus = Oder-Furt = West-Ost-Handelsweg
Magdeburg-Posen über die Burgen Brandenburg - Spandau -
Köpenick-Waldsieversdorf/Buckow. Umgeben von zwanzig slawischen
Wallanlagen=Siedlungen: u.a. Wiesenau, Lossow, Güldendorf (ehem. Tschetschnow), Kliestow,
Lebus (spätestens seit 1211 Marktflecken), Reitwein,
Wilmersdorf/Arensdorf, Waldsieversdorf/Buckow.
Frankfurt an der Oder 1253
Vordringen
der askanischen Markgrafen. Verlegung des Handelsweges auf eine
südicher gelegene Linie Müncheberg - Frankfurt - Posen. Entlang
dieser Linie: Gründung
von neuen Siedlungen: 64 Hufe: u.a. Booßen, Pillgram, Biegen,.... 124
Hufe: Falkenhagen. Die Askanier übernehmen Furt-Siedlung und erheben
sie zur Stadt Frankfurt, wobei zugleich 124 Hufe hinzukommen: die
Oberstadt mit der späteren Marienkirche
Marienkirche - Nikolaikirche in ständiger Konkurrenz:
a) welche Kirche ist Pfarrkirche der Stadt ?
b) Um- und Ausbauarbeiten: Nikolai sucht Schritt zu halten zu Marie
c) Märkte: z.B. 1425 Salzmarkt auf beiden Markt-Orte
1302/1303: Nikolai wird erweitert durch ein Langhaus
1370/1373:
Nikolai wird erweitert um den großen Hallenumgangschor
[Kilian/Knefelkamp, 42] = sehr frühe Datierung [Marien:
Fenster]
Marien wird zum wohlhabenderen und damit führenden Stadtteil
weitere Daten:
1311: freier Zugang zur Ostsee von den pommerschen Herzögen eingeräumt (Stettin)
1351
Privileg des Niederschlagsrechts von den Markgrafen v. Brandenburg
eingeräumt bei gleichzeitiger Verweigerung dessen gegenüber allen
anderen Oderübergängen.
Reformation in Brandenburg 1539
Kurfürst
Joachim II läßt im November 1539 Kirchen und Klöster der Stadt für den
kath. Gottesdienst schließen, Kleinodien und Sakramentsgegenstände
werden beschlagnahmt.
Franziskaner Klosterkirche wird samt Klostergebäuden 1540 der Stadt übereignet.
Klostergebäude
kommen doch bald zur Viadrina: Druckerei und Wohnheim für arme
Studenten: Kirche = Prädikantenkirche an Wochentagen, sonntags
Gottesdienst. > Nikolai = überflüssig.
Die Stadt erhält vom
Kurfürsten die Bewilligung, die sog. Unterkirche als Kornhaus zu
verwenden, um in Tagen der Not für das arme Volk Getreidevorräte bereit
zu haben: 26. Mai 1551 der Kurfürst schenkt der Stadt die Kirche;
1557 Speicher, nachdem die Fenster zugemauert und kleine Fenster an ihre Stelle gesetzt wurden.
Zu
dieser Zeit hat die Kirche zwei ungleiche Türme: "der große südliche
schöne Turm ist eine Zierde der Stadt" 1582 zu Himmelfahrt : Kirche
wird vom Unwetter angezündet.
15. Juni 1599: vom Blitz getroffen > Streit, ob man den entzündeten Turm einreißen solle oder nicht.
17.
April 1601: Vollendung eines Turm-Neubaus > < 2. August 1643:
Einsturz: Untergemäuer zu schwach : eine Frau konnte sich grade noch
retten.
bis 1656: Verfall des schönen Kornhauses, gut für Kriegsgerät, zeitweise Lazarett für Pestkranke, auch Gefängnis.
Die Epoche der Reformierten
18. September 1613: Übertritt der Hohenzollern zur reformierten Konfession
> ref. Professoren an die Uni.
> ref. Gemeinde im Auditorium der Uni: seit 1622 Anträge auf Übernahme der Nikolaikirche.
Am
13. Juli 1656 reißt dem großen Kurfürsten der Geduldsfaden... Er zwingt
die Stadt zur Übergabe der Kirche und stellt einen "Wachschutz"
bestehend aus 5 Kohorten von Küstrin
Sommer 1657 Einweihung der
Kirche und Umbenennung in "Reformierte Kirche" > der Name "Nikolai"
wechselt auf die Klosterkirche
1685 Aufhebung des Ediktes v. Nantes: die Hugenotten kommen: in Ffo: eine 400 Personen-Kolonie
1686 erster frz. Gottesdienst > 1736 frz. Kirche angebaut > jetzt: Doppel-Kirche
um 1800 mußte der Gottesdienst in der frz. Kirche mehrfach ausfallen: es kam keiner.
1806: frz. Kirche wird Stroh- und Heumagazin für die frz. Truppen in der Stadt.
nach 1813: [französisch ist out] die Gemeinde gibt die frz. Kirche auf, sucht Käufer:
1817
Landwehr-Leutnant und Konditor Paul David Couriol kauft die Kirche und
baut sie zu einem Ball- und Komödienhaus um. Am 6. Februar 1818 als
"neues Schauspielhaus" eröffnet. Das Haus konnte bis zu 1000 Besucher
fassen. Mäßiger Besuch der Frankfurter.
1842 Eröffnung des Stadttheaters > Niedergang des Schauspielhauses.
1860
erwirbt König Friedrich Wilhelm IV das Haus und schenkt es der Stadt
zum Abbruch und Materialgewinnung. 1861 ist nichts mehr da.
Erneuter Umbau > 1891 - 1893 die neuen Türme
Nach 1945
31. Oktober 1959 Wiedereinweihung durch Gen-Sup. Jacob
1967 - 1973 nur noch selten genutzt.
1974 Abschluß-Gottesdienst für den Kirchentag
dann der Stadt per Vertrag zur Nutzung übergeben.
diente als städtisches Depot und Ablageplatz für Großinventar der Konzerthalle
Seit
1994 Bemühungen um eine neue Nutzung durch den Förderkreis
"Oekumenisches EuropaCentrum" eV. bei gleichzeitiger Entrümpelung und
Beräumung der Kirche durch Maßnahmen des ib (Internationaler Bund).
zusammengestellt: Hans-Michael Hanert
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